20210423_103638.jpg

Grünanlagen "Links der Berghauser Straße"

 

Die Versiegelung von Ackerflächen oder die Abholzung von Baumbestand im Zuge der Erschließung neuer Wohn- und Industriegebiete gefährdet wertvollen Naturraum. Natürlich zugunsten unserer Zivilisation, aber meist zulasten von Flora, Fauna und Ortsklima. Dinge, die unseren Ort lebenswert machen und die es zu bewahren gilt.

Aus diesem Grund werden Bebauungspläne oftmals nicht nur dazu genutzt, um Baugrund und Verkehrsflächen auszuweisen, sondern auch um bestmöglichen Ersatz der verlorenen oder versiegelten Naturräume verbindlich festzuhalten. Das reicht üblicherweise von der Ausweisung und dem Erwerb von geeigneten Ausgleichsflächen bis hin zur Einplanung von Bepflanzung auf den gemeindeeigenen Verkehrs- und Begleitflächen eines Baugebietes im Bebauungsplan. Leider wird diesem Teil der Umsetzung während der Erschließung oft nicht die ausreichende Wichtigkeit beigemessen und die Ausführung verzögert sich zuweilen.

Als der Bebauungsplan für das Baugebiet „Links der Berghäuser Straße“ im Jahr 2002 Rechtskräftigkeit erlangte, wurden auch die begleitenden Bepflanzungen der Verkehrsflächen und die das Baugebiet durchziehenden Versickerungsflächen eingeplant. Konkret sind standortgerechte Bäume und Gehölze auf den Flächen rund um das Baugebiet, sowie Hochstämme im Straßenverlauf der Anne-Frank-Straße und der Sophie-Scholl-Straße vorgesehen. Leider wurden die entsprechenden Arbeiten bis heute, also fast 20 Jahre lang, nicht umgesetzt.

Eine auf den Verzug der Ausführung hinweisende Anfrage an die Verwaltung im März 2021 förderte zutage, dass die Arbeiten mittlerweile eingeplant seien und in der Pflanzperiode Herbst 2021 ausgeführt werden sollen.

Trotz des Verzugs sind das gute Nachrichten für die Gemeinde, ihre Bewohner und die Natur. Der Ortsverein begrüßt die Bepflanzung und wird die Maßnahmen natürlich weiter verfolgen und bei Bedarf aktiv begleiten.